INSHI – 11.09.2026
Ein klangvoller Abend voller Poesie und Improvisation
Mit INSHI – ukrainisch für Andere – erlebte das begeisterte Publikum in der Bandfabrik ein eindrucksvolles Konzert, das ukrainische Folklore mit modernen Elementen und freier Improvisation eindrucksvoll miteinander verband. Das Duo, bestehend aus Kateryna Kravchenko und Bela Bluche, schaffte eine besondere Atmosphäre, in der traditionelle Volkslieder und Gedichte aus der Ukraine in eine völlig neue Tonsprache übersetzt wurden.
Das Zusammenspiel der Beiden war von einer spürbaren Leichtigkeit und Tiefe geprägt: Die dynamischen Kontrabass-Linien verschmolzen mit Kravchenkos wandlungsfähigem Gesang zu einem vielschichtigen Geflecht aus Klang, Emotion und Poesie.
Einen Hör-Eindruck vom Abend vermittelt dieser Audio-Beitrag.
Kateryna Kravchenko (Gesang / Stimme): Die ukrainische Jazzsängerin, Komponistin und Arrangeurin nutzte ihre Stimme als vielseitiges Instrument. Mit ihrem emotionalen und experimentellen Gesang schlug sie gekonnt die Brücke zwischen Jazz, Improvisation und ukrainischer Folklore. Dabei entfalteten auch die Vertonungen aus ihrem aktuellen Debütalbum FACES – darunter kompromisslose Gedichte von Vasyl Stus sowie Werke von Hermann Hesse und Robert Creeley – ihre volle Wirkung in der schönen Atmosphäre der Bandfabrik.
Bela Bluche (Kontrabass): Der vielseitige Kontrabassist bewies einmal mehr seine Mühelosigkeit im Wechselspiel zwischen klassischer Präzision, modernem Jazz und freier Improvisation. Seine fundierte Erfahrung aus Spitzenensembles wie dem Orchestre de Paris oder Les Dissonances war in jedem Ton spürbar und verlieh dem Duo-Sound ein ausdrucksstarkes Fundament.