Auf Friedensfahrt durch Afrika – Christoph Roller berichtete von seiner „Peacebike“-Tour
Anlässlich des Weltgebetstages berichtete der ehemalige Regionalpfarrer Christoph Roller in der Bandfabrik von seiner ungewöhnlichen Friedensmission: Einer mehrjährigen Fahrradtour von Kamp-Lintfort bis nach Madagaskar. Mit dieser Reise möchte er Menschen für das Thema Frieden sensibilisieren und die Stimmen derer hörbar machen, die ihm unterwegs begegnen.
Seit seinem Ruhestand beschäftigt sich Roller mit der zunehmenden Bereitschaft, internationale Konflikte militärisch auszutragen. „Ich habe in Mitteleuropa mein ganzes Leben in Frieden verbracht“, sagte er. „Daraus ergibt sich für mich die Verantwortung, für den Frieden einzutreten und andere dafür zu gewinnen.“
Sein Projekt „Peacebike“ führt ihn in fünf Etappen durch viele Länder Afrikas. Die zweite Etappe hat Roller inzwischen erfolgreich abgeschlossen – sein Fahrrad steht derzeit in Nigeria. Auf seiner Tour bittet er Menschen, ihm in 30 Sekunden ihre Gedanken oder Erlebnisse zum Thema Frieden zu erzählen. So entsteht ein eindrucksvolles Mosaik sehr persönlicher Perspektiven.
In seinem Vortrag schilderte Roller eindrucksvoll seine Begegnungen in Nigeria und berichtete von Gesprächen, die deutlich machten, wie komplex, aber auch lebendig die Friedensarbeit vor Ort ist. Das Publikum erlebte einen Abend, der gleichermaßen zum Nachdenken wie zum Handeln anregte.
Christoph Roller war 14 Jahre Regionalpfarrer am Niederrhein und begleitete acht Kirchenkreise in ihren Partnerschaften zu Afrika und Asien. Von 2008 bis 2014 leitete er die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Nigeria – ein Land, zu dem er bis heute enge Verbindungen pflegt.
Veranstalter: Bandfabrik/Kultur am Rand e.V. in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Langerfeld, der Kath. Gemeinde St. Raphael/St. Paul und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd).